Symptome für Eisenmangel
EISENMANGEL
Eisen spielt also bei vielen Stoffwechselvorgängen eine entscheidende Rolle. Dem entsprechend vielfältig ist das Beschwerdebild bei Eisenmangel:
- Rissige Mundwinkel
- Infektanfälligkeit
- Blässe
- Müdigkeit
- Vergesslichkeit, Gedächtnisstörung
- Rissige Fingernägel
- Glatte Zunge
- Juckreiz (Pruritus)
- Vermindertes sexuelles Verlangen
- ADHS
- Depression und Ängstlichkeit
- Leistungsschwäche
- Schneller Puls, beschleunigte Atmung bei Belastung
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Ermüdbarkeit
- Restless-legs und Schlafstörungen
- Haarausfall
Die genauen Funktionen, die Eisen im komplizierten Stoffwechsel des menschlichen Körpers wahrnimmt, können Sie hier kennenlernen.
Blutbildung
Eisen ist die Bindungsstelle für Sauerstoff im roten Blutfarbstoff. Fehlt es an Eisen, fehlt es auch an Sauerstofftransportkapazität. Die Folge sind Atemnot bei Belastung, Leistungsschwäche, Herzrasen und Herzstolpern und Müdigkeit. Interessant: Weil die Blutbildung so wichtig ist, zeigt sich ein Eisenmangel hier übrigens als letztes Symptom. Die anderen eisenabhängigen Prozesse können schon lange vorher gestört sein.
Immunsystem
Viele Prozesse des Immunsystems (Funktion von T-Zellen und Makrophagen) hängen von einer ausreichenden Eisenversorgung ab. Infektanfälligkeit tritt daher bei Eisenmangel häufig auf.
Sexualleben
Ein reduziertes sexuelles Verlangen bei Eisenmangel wurde beschrieben.
Atmungskette und Energie
In den Kraftwerken der Zelle, den sogenannten Mitochondrien, laufen viele chemische Reaktionen ab, um Fette und Kohlenhydrate in ATP, die Energiewährung der Zelle, umzuwandeln. Um diese chemischen Reaktionen geregelt ablaufen zu lassen bedarf es Enzyme, die wiederum eisen-abhängig sind.
Hormonbildung
Die Bildung von Hormonen, also Botenstoffen im Körper ist in vielen Fällen abhängig von Eisen. Schilddrüsenhormon, das zum Beispiel für die Gewichtsregulation und den Stoffwechsel wichtig ist, oder auch Dopamin, das bei ADHS eine Rolle spielt, werden eisenabhängig hergestellt.
Bindegewebe
Die Herstellung von Kollagenfasern Typ I und III bspw. in hochbelasteten Sehnen von Sportlern, Haut, Haaren, Schleimhäuten sowie Finger- und Fußnägeln sind abhängig von Eisen.

Myoglobinbildung
Zentrales Nervensystem
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