Das Bild zeigt die Goldfarbene Fokus Auszeichnung im Bereich Gesundheit zu den Top Medizinern 2025. Darunter steht der Name Dr. Matthias Marquardt, Sportmedizin und dann Focus-Gesundheit.de. Es zeigt den Erfolg der Praxis Sport+Checkup-Team-Dr-Marquardt.
Siegel Auszeichnung Stern, Sportarzt, 2026
Das Bild zeigt eine Nahaufnahme von roten Blutzellen unter dem Mikroskop. Es steht als Symbolbild für Blutanalyse, Hämoglobin oder Eisenmangel.

Fachinformation zur Sicherheit von Eiseninfusionen

WIR BIETEN SICHERHEIT

Ein Vergleich der verschiedenen Eiseninfusionspräparate mit den spezifischen Nebenwirkungen der unterschiedlichen in Deutschland zugelassenen Präparate finden Sie hier:

CosmoferFerrlecitVenoferFerMed/VenoferFerinject/Ferapplic/FeryxaMonoFer
WirkstoffEisen(III)-hydroxid-DextrankomplexEisen(III)-natrium-D-gluconat-hydroxidoxid-KomplexEisen (III)hydroxid-Saccharose/ Sucrose -KomplexEisen(III)hydroxid Saccharose/Sucrose-KomplexEisen (III) carboxymaltoseEisen(III) isomaltosid/ Derisomaltose
BasisDextranhaltigDextranfreiDextranfreiDextranfreiDextranfreiDextranähnlich
Molekulargewicht (kDA)73374343150150
Generation1. Generation2 Generation2. Generation2. Generation3. Generation3. Generation
Markteinführung Europa195419591998199820072010
Maximal verabreichbare Menge/Infusion200 mg (30 Min)
1500 mg (5 Std.)
62,5 mg200 mg (30 Min)
500 mg (3,5 Std.)
200 mg (30 Min)
500 mg (3,5 Std.)
1000 mg (15 Min.)1000 mg (30 Min)
20 mg/kg (60 Min.)
TestdosisJaNeinJaJaNeinNein
Kosten93 €/500 mg50 €/500 mg110 €/500 mg100 €/500 mg249 €/500 mg140 €/500 mg
Nebenwirkungen
Häufig (≥ 1/100, <1/10)Dysgeusie, Hypotonie, Hypertonie, Übelkeit, Reaktionen an der Injektions-/InfusionsstelleGeschmacksveränderungen, z. B. ein metallischer Geschmack., erniedrigter oder erhöhter Blutdruck, Übelkeit, Reaktionen im Bereich der Injektions-/Infusionsstelle, wie z. B. Schmerzen, Reizung, Juckreiz, Bluterguss, lang anhaltende Hautverfärbung nach dem Austreten der Injektionslösung in die Haut, allergische ReaktionenKopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bauchschmerzen, Obstipation, Diarrhoe Hautausschlag, Reaktionen an der Injektionsstelle, Vorübergehender Abfall der Serumphosphatspiegel, Anstieg der Alanin-Aminotransferase
Gelegentlich (>1/1.000, <1/100)Übelkeit, Erbrechen, abdominale Schmerzen, Hitzegefühl, anaphylaktische, Reaktionen, einschließlich Dyspnoe, Urtikaria, Hautausschläge, Juckreiz, Übelkeit, Schüttelfrost, Krämpfe, verschwommenes Sehen, Taubheitsgefühl, Dyspnoe, Rötungen (Flushing), Puritus, HautausschlägeÜberempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Parästhesie, Hypästhesie, Hautrötungen, Phlebitis, Dyspnoe, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Pruritus, Rash, Muskelspasmen, Myalgie, Arthralgie, Schmerzen in den Extremitäten, Rückenschmerzen, Schüttelfrost, Asthenie, Müdigkeit, peripheres Ödem, Schmerzen, Alaninaminotransferase erhöht, Aspartataminotransferase erhöht, Gammaglutamyltransferase erhöht, Serumferritin erhöhtKopfschmerzen oder Schwindelgefühl, Magenschmerzen oder Durchfall, Erbrechen, Pfeifende Atmung, Atemnot, Juckreiz, Hautausschlag, Muskelzucken, krämpfe oder -schmerzen, Kribbeln („Ameisenlaufen“), verminderte Berührungsempfindlichkeit, Venenentzündung, Hautrötungen, Brennen, Verstopfung, Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen, Rückenschmerzen, Schüttelfrost, Schwäche, Müdigkeit, Anschwellen der Hände und Füße Schmerzen, Anstieg der Leberenzymspiegel (ALT, AST, GGT) im Blut, Erhöhte SerumferritinwerteÜberempfindlichkeit einschließlich anaphylaktoider Reaktionen, Parästhesie, Hypotonie, Hypertonie, Flush, Dysgeusie, Erbrechen, Dyspepsie, Flatulenz, Pruritus, Urtikaria, Myalgie, Rückenschmerzen, Arthralgie, Fieber, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb, Schüttelfrost, Unwohlsein, peripheres Ödem, Anstieg der Aspartataminotransferase, Anstieg der Gamma-Glutamyltransferase, Anstieg der Lactatdehydrogenase im BlutVerschwommenes Sehen, Taubheitsgefühl, Dysphonie, Dyspnö, Übelkeit, Erbrechen, abdominelle Schmerzen, Obstipation, Flushing, Pruritus, Hautausschlag, Krämpfe, naphylaktoide Reaktionen, Hitzegefühl, Fieber, Schmerzen, Entzündungen im Bereich der Injektionsstelle, lokale phlebitische Reaktionen
Selten (>1/10.000, <1/1.000)Arrhythmien, Tachykardie, Diarrhoe, Müdigkeit, Erschöpfung, Schmerzen und braune Pigmentierung an der Injektionsstelle, Myalgien, Bewusstseinsverlust, Krampfanfälle, Schwindel, Unruhe, Zittern, Schmerzen im Brustkorb, Bewusstseinsstörungen, Angioödem, Schwitzen, HypotonieBlutdruckabfall bis hin zum Kreislaufversagen Lungenödem Schwellungen der Bronchialschleimhaut mit Atembeschwerden, exanthematische Hautveränderungen, anaphylaktische Reaktionen mit Ödemen an verschiedenen Körperstellen, auch im Bereich des Gesichts-, Mund- und Rachenraumes (z. B. Glottisödem)Anaphylaktoide Reaktionen, Palpitationen, Chromaturie, Brustschmerzen, Hyperhidrose, Pyrexie, Erhöhter Laktatdehydrogenase-Spiegel im BlutOhnmacht, Schläfrigkeit oder Benommenheit, Herzklopfen, Urinverfärbung, Brustschmerzen, Vermehrtes Schwitzen, Fieber, Anstieg der Laktatdehydrogenasespiegel im BlutDyspnoeArrhythmien, Tachykardie, Bewusstseinsverlust, Krampfanfälle, Benommenheit/Schwindel, Ruhelosigkeit, Tremor, Müdigkeit, Veränderung des geistigen, Zustands, Brustschmerz, Diarrhö, Angioödem, Schwitzen, Myalgien, Arthralgien, Hypotonie, Müdigkeit
Sehr selten <1/10.000Hämolyse, Vorübergehender Hörverlust, fetale Bradykardie, Palpitationen, akute schwere anaphylaktische, Reaktionen (plötzliches Auftreten von Atemnot und / oder kardiovaskulärem Kollaps), Kopfschmerzen, Parästhesien, HypertonieHämolyse, Hämoglobinurie, (bei einer Überladung des Transferrin-System)Fetale Bradykardie, Palpitationen, Hämolyse, Kopfschmerzen, Parästhesien, Vorübergehende Taubheit, Hypertonie, Akute schwere anaphylaktische Reaktion
Unklare HäufigkeitHerzklopfen, Parästhesien, Schwindel, Geschmacksstörungen, Nausea, Bauchschmerzen, Schmerzen im Brust- und Rückenraum, Muskel- und Gelenkschmerzen, insbesondere bei bestehendem Rheumatismus, Blutdruckanstieg, GesichtsrötungAngioödem, Bewusstseinstrübung, Verwirrtheitszustand, Bewusstseinsverlust Angstzustände, Tremor, Bradykardie, Tachykardie, Kreislaufkollaps, Thrombophlebitis, Bronchospasmus, Urtikaria, Kalter Schweiß, Unwohlsein, BlässVermindertes Reaktionsvermögen, Verwirrtheit, Bewusstseinsverlust, Angstzustände, Zittern, Anschwellen von Gesicht, Mund, Zunge oder Rachen mit daraus möglicherweise resultierenden Atembeschwerden, verlangsamter Puls, beschleunigter Puls, Kreislaufkollaps, Venenentzündung mit daraus resultierender Blutgerinnselbildung, akute Verengung der Luftwege, Juckreiz, Quaddeln, Hautausschlag, kalte Schweißausbrüche, allgemeines Krankheitsgefühl, Hautblässe, plötzlich auftretende, lebensbedrohliche allergische Reaktionen (allergischer Schock)
Todesfälle je 1.000.000/Ampullen (1)4,50,50,10,1Noch keine gesicherten Erkenntnisse.Noch keine gesicherten Erkenntnisse.
Kumulatives Risiko eines anaphylaktischen Schocks bei Verabreichung von 1000 mg Eisen (2)0,08%0,058%0,02%0,02%Noch keine gesicherten Erkenntnisse.Noch keine gesicherten Erkenntnisse.
Fachinformation der HerstellerCosmoferFerrlecitVenoferFerMedFerinjectMonofer

(1) Bailie GR. Am J Health Syst Pharm 2012; 69: 310-320
(2) Wang, JAMA. 2015;314(19):2062-2068. doi:10.1001/jama.2015.1557

Vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahmen bei Eiseninfusionen

  • Ausschluss von Kontraindikationen
  • Erfragen von Allergien und Unverträglichkeiten 
  • Vorhalten von Maßnahmen zur Therapie einer allergischen Reaktion
  • in Reanimation erfahrener Arzt
  • vorhalten von Reanimationsmaßnahmen inkl. Intubation 
  • 30-minütige Überwachung nach der Infusion 

Interessanter Link: Informationen des BfArM zur Sicherheit bei Eiseninfusionen.

Eine Beratschlagung auf welchem Wege ein Eisenmangel behoben wird sollte stets mit einem Internisten erfolgen, der mit Ihnen die Ursache eines Eisenmangels herausfindet, langfristige Lösungen sucht und für die Substitution mit Tablettengaben ebenso wie Infusionen langjährig vertraut ist.

Vorsicht bei Hersteller-abhängigen Information im Internet

Vielen Informationsseiten zum Eisenmangel werde von Pharmafirmen betrieben:

 

 

Hersteller unabhängige Informationen bekommen Sie bei Ihrem niedergelassenen Internisten.

Behandlung von Hautverfärbungen durch Eiseninfusion

Es kann durch Eiseninfusionen bei Verletzung der Venenwand zu einer Verfärbung der Haut an der Infusionsstelle kommen. Die Lagekontrolle des Venenkatheters vor der Infusion ist daher vor jeder Eiseninfusion sicherzustellen. Kommt es dennoch zu einer Hautverfärbung, kann man diese mit Thioglykolsäure-Gel (20 %iger 2-Mercaptoessigsäure) behandeln.

 

Für die Behandlung von Hautverfärbungen durch Eiseneinlagerungen (Hämosiderin) an den Extremitäten wird zunächst eine säubernde und neutralisierende Lösung auf die betroffene Stelle aufgetragen. Als dann wird die Thioglykol-Säure für 10 Minuten aufgetragen und einmassiert, die das Hämosiderin auflösen kann, indem das Eisen-Ion gebunden wird. Der Überschuss wird dann entfernt und die Haut erneut mit der neutralisierenden Lösung gereinigt.

 

Üblicherweise wird die Anwendung alle 2 Wochen wiederholt. Bei empfindlichen Patienten alle 3 Wochen. Die Behandlungsdauer hängt von der Grösse des Flecks ab und geht von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Die Anwendung sollte durch einen Dermatologen überwacht werden. Siehe hier.